Vor kurzem wurden mehrere neue Richtlinien eingeführt, die die Forderung nach präziseren, transparenteren und lokalisierten Produktinformationen noch verstärkt haben. Hersteller, Distributoren und Wiederverkäufer sollten darauf achten, immer auf dem Laufenden zu bleiben – einige Gesetze traten bereits im Jahr 2024 in Kraft.
Bei PIMICS halten wir uns genau an gesetzliche Änderungen, um sicherzustellen, dass unser Produkt den neuesten Anforderungen entspricht. Wir möchten Sie darüber informieren, damit Sie Ihr Produktinformationsmanagement (PIM) termingemäß anpassen können.
Auf Folgendes werden wir unser Augenmerk richten:
- Digitaler Produktpass (DPP),
- Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR),
- Das Recht auf Reparatur Richtlinie,
- Kalifornisches Verbraucherschutzrecht: „Safe Drinking Water and Toxic Enforcement Act“, häufig bekannt als „California Proposition 65“.
Digitaler Produktpass (DPP)
Bei dieser Gesetzgebung geht es darum, Käufern und Verbrauchern in der EU die Übersicht einheitlicher zu gestalten. Dank “DPP” ist es möglich, an jedem einzelnen Kontaktpunkt fundierte Entscheidungen zu treffen. Unabhängig davon, wo sie das Produkt kaufen, sollten sie alles Wichtige darüber wissen: Produktursprung, verwendete Materialien, Umweltauswirkungen sowie Entsorgungsempfehlungen.
Der “DPP” ist ein digitales Tool, welches
die Transparenz erhöht, indem es Einblicke in den Lebenszyklus und den ökologischen Fußabdruck eines Produkts über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg bietet. Dies ist die Reaktion auf die Forderung nach Transparenz seitens der Verbraucher, Investoren und der Interessenvertreter die aufgrund des aktuellen Mangels an vertrauenswürdigen Daten besteht.
Beginnend im Jahr 2024 mit Textilien und schweren Batterien werden schrittweise weitere Branchen hinzukommen, wodurch “DPP” bis 2030 alle Produkte abdecken wird.
Neue EU-Ökodesignverordnung
Neue Ökodesign Richtlinien gehen einher mit "DPP" , da es von der EU als zentrale Komponente der vorgeschlagenen Verordnung über die umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte (ESPR) eingeführt wurde.
Diese Vorschriften, die am 18. Juli 2024 in Kraft getreten sind, verlangen eine nachhaltigere Herstellung von Produkten – damit diese leicht wiederverwendbar und verwertbar sind und beispielsweise mit weniger Ressourcen in der Produktion hergestellt werden.
Sobald die EU eine Entscheidung für Ihre Branche erlassen hat, müssen Sie diese innerhalb von 9 Monaten umsetzen. Folgende Produktgruppen sind in dieser Gesetzgebung vorerst priorisiert:
- Eisen,
-
Stahl,
-
Aluminium,
-
Textilien,
- Möbel,
-
Reifen,
- Waschmittel,
-
Anstrichmittel,
-
Chemikalien
Das Recht auf Reparatur
Seit Anfang 2024 hat die EU eine neue Gesetzgebung zum „Recht auf Reparatur“ verschärft – mit dem Ziel, das Wegwerfen zu reduzieren und Reparaturen für Verbraucher einfacher und attraktiver zu machen (anstatt Produkte einfach durch Neue zu ersetzen).
Dieser neue Vorschlag setzt jedoch einen klaren Schwerpunkt auf die Reparatur für Verbraucher sowohl innerhalb als auch außerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist. Dies gilt für Produkte, die technisch reparierbar sind, wie Staubsauger, Waschmaschinen, Smartphones und Tablets.
Um es einfach auszudrücken: Sobald die Garantie für einen Staubsauger abgelaufen ist, sollte es für den Kunden möglich sein, ihn reparieren zu lassen – da alle Komponenten (und Reparaturwerkzeuge) leicht erhältlich sind.
Kreislaufwirtschaft: Der Weg in die Zukunft
Vom “DPP” bis zum “Recht auf Reparatur” sind diese Maßnahmen
ein großer Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft, die heute von höchster Bedeutung sind. Es handelt sich um ein Produktions- und Verbrauchskonzept, bei dem der Lebenszyklus von Produkten „geschlossen“ und verlängert wird – indem vorhandene Materialien und Produkte so lange wie möglich wiederverwendet, aufgearbeitet und recycelt werden.
Als sich die Vorschriften weiterentwickelten, wurde
die Verwaltung ausführlicher Produktdaten in allen Phasen des Lebenszyklus (von der Produktion über den Wiederverkauf bis hin zur Wiederverwendung) essenziell.
“Proposition 65”:
Kalifornisches Verbraucherschutzrecht
“Safe Drinking Water and Toxic Enforcement Act”
Machen wir einen kurzen Zwischenstopp in den USA. Im Bundesstaat Kalifornien ist ein neues Gesetz in Kraft getreten. Es betrifft alle Hersteller von Produkten, die Inhaltsstoffe enthalten (auch wenn es nur einer ist), die möglicherweise schädlich für die Wasserquellen sind und/oder Krebs verursachen können. Solche Produkte müssen mit einem Warnhinweis markiert werden, der als „Proposition 65“ bezeichnet wird und darauf hinweist, dass das Produkt möglicherweise gefährlich ist.
Sollten Sie diese Informationen nicht mitteilen, droht Ihnen eine Bußstrafe von bis zu 2.500 USD pro Verstoß und Tag (!) und Sie müssen Ihr Produkt vom Markt entfernen.
Schichtenarchitektur und Dynamische Daten,
genau das, was Sie brauchen
Wie beeinflussen diese Vorschriften Ihre Produktdaten? Ihr PIM-System muss eine größere Menge detaillierter und umfassender Daten über Produkte erfassen (wie beispielsweise deren gesamten Lebenszyklus, Nachhaltigkeitskennzahlen und Informationen zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften).
Anpassungsfähigkeit und Skalierbarkeit bei der Datenverwaltung werden im Rahmen des Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft und nachhaltigeren Methoden immer wichtiger. Die Herausforderung wird darin bestehen, sich schnell an Rechtsvorschriften anzupassen, die wir noch gar nicht kennen. Alle Teile der Lieferkette sollten sich an die neuen Regeln anpassen, so dass es keine Rolle spielt, ob Sie hauptsächlich Hersteller, Wiederverkäufer oder Lieferant sind – wenn Sie möchten, dass Ihr Unternehmen von Erfolg gekrönt ist, müssen Sie sich daran halten. Große Teilnehmer in Ihrer Branche werden nur Lieferanten auswählen, die sich nach den neuen Gegebenheiten richten können. Wenn Sie dies nicht tun, werden Sie nicht mit dem Strom schwimmen.
Folgendes wird Ihnen dabei helfen: Verwalten Sie Ihre Produktdaten in einem mehrschichtigen, hochdynamischen und transparenten Modell, welches sich leicht erweitern lässt und mit den in Ihrer Branche am häufigsten verwendeten Systemen kompatibel ist. Sie müssen darauf vorbereitet sein, beispielsweise einen weiteren Schwung oder eine weitere Ebene von CO₂-Emissionen zum Schwung hinzuzufügen – für den Fall, wenn Sie Komponenten von einem anderen Lieferanten verkaufen und dies Auswirkungen auf den gesamten Produktlebenszyklus hat.
Die Pflege von Produktinformationen in einem robusten Datenmanagementsystem spielt für den Erfolg im E-Commerce eine wichtige Rolle. Die Investition in eine PIM-Lösung schafft eine solide Grundlage und gewährleistet langfristig operative Effizienz, Skalierbarkeit und Kundenzufriedenheit.
Unser
PIMICS ist das System für das Produktinformationsmanagement, das Sie auf die Kreislaufwirtschaft vorbereitet – und es gibt Ihnen Lösungen, um Ihre Daten stets mit den neuesten Vorschriften auf dem neuesten Stand zu halten.
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